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DynDNS einrichten: Heimserver und NAS fest erreichbar
Warum sich die öffentliche IP-Adresse ändert und was DynDNS daran löst Einrichtung im Überblick: Router oder Aktualisierungsprogramm mit der Domain im Kundenmenü verbinden Grenzen verstehen: DynDNS aktualisiert die Namensauflösung, ersetzt aber keine Zugriffssicherung

Eine Datei liegt zu Hause, Sie sitzen aber gerade woanders. Vielleicht auf dem Laptop im Büro oder unterwegs mit dem Smartphone. Wer dafür einen eigenen Netzwerkspeicher nutzt, möchte ihn auch von außen unter einer vertrauten Adresse erreichen. DynDNS hilft dabei, wenn sich die Internetadresse des Anschlusses ändert.
Der Name klingt nach einer Technik für Spezialisten. Die Idee dahinter ist überschaubar: Ein gleichbleibender Name verweist immer wieder auf die aktuelle Adresse. Damit entfällt das Nachschauen und Weitergeben wechselnder Zahlenfolgen.
Ein fester Name für eine wechselnde Adresse
Geräte erreichen einander im Internet über IP-Adressen. Das sind technische Adressen, ähnlich einer Hausnummer in einem Straßennetz. Menschen verwenden lieber Namen. DNS, das Adressbuch des Internets, verbindet einen solchen Namen mit der passenden IP-Adresse.
Bei vielen Internetanschlüssen kann sich die öffentlich verwendete Adresse ändern, beispielsweise nach einer neuen Verbindung. Ein gestern gespeicherter Eintrag kann dann auf die alte Adresse zeigen. Ihr Gerät ist noch da, aber der bisherige Wegweiser passt nicht mehr.
DynDNS steht für dynamisches DNS. Ihr Router oder ein anderes dafür eingerichtetes Gerät meldet die aktuelle Adresse an den Dienst. Der Router ist das Gerät, das Ihr Heimnetz mit dem Internet verbindet. Der DynDNS-Dienst aktualisiert daraufhin den Eintrag. Für Sie bleibt der Name gleich.
Ein Name wie nas.example.org lässt sich leichter merken als eine technische Adresse. „nas“ ist hier ein frei gewählter Zusatz vor der eigenen Domain. Er könnte auch „zuhause“ heißen. Dieser zusätzliche Namensbereich wird Subdomain genannt.
Wann das im Alltag nützlich ist
Ein NAS ist ein Netzwerkspeicher: vereinfacht ein kleines Gerät mit Festplatten, auf das mehrere Geräte zugreifen können. Dort können beispielsweise Dokumente oder Fotos liegen. DynDNS kann den gleichbleibenden Namen für einen eingerichteten Zugang zu diesem Heimnetz liefern.
Ähnlich ist es bei einem Heimserver, der eigene Anwendungen bereitstellt. Auch für einen Zugang zum Heimnetz über VPN kann ein fester Name hilfreich sein. Ein VPN baut eine verschlüsselte Verbindung zwischen Ihrem Gerät und dem entfernten Netzwerk auf. So können berechtigte Nutzer bestimmte Dienste erreichen, ohne jeden davon direkt öffentlich anzubieten.
DynDNS und VPN haben dabei unterschiedliche Aufgaben. DynDNS findet die aktuelle Adresse. Das VPN kümmert sich um die geschützte Verbindung. Wer bereits einen funktionierenden Fernzugang des Geräteherstellers nutzt, benötigt möglicherweise keinen zusätzlichen DynDNS-Dienst.
Ein Wegweiser öffnet noch keine Tür
Ein richtiger Name allein macht ein Gerät nicht von außen erreichbar. Der Anschluss muss eingehende Verbindungen erlauben und der Router muss wissen, wohin er sie weiterleiten soll. Eine Firewall, also ein Filter für Netzwerkverbindungen, kann den Zugang zusätzlich begrenzen. DynDNS ändert diese Einstellungen nicht.
Das erklärt einen häufigen Irrtum: Der Name zeigt bereits auf die richtige Adresse, die Verbindung klappt aber trotzdem nicht. Dann muss die Ursache nicht bei DynDNS liegen. Der Wegweiser stimmt, doch der Zugang dahinter ist noch nicht vorhanden oder wird blockiert.
Manche Internetanbieter lassen mehrere Haushalte dieselbe öffentliche IPv4-Adresse teilen. IPv4 ist eines der verwendeten Adresssysteme im Internet. Bei solchen Anschlüssen ist ein direkter Zugang von außen über IPv4 häufig nicht wie bei einer eigenen öffentlichen Adresse möglich. Das neuere Adresssystem IPv6 kann eine Alternative sein, wenn es sowohl der Anschluss als auch das zugreifende Gerät und dessen Netzwerk unterstützen.
Bevor Sie einen Fernzugang planen, lohnt sich deshalb eine Klärung mit Ihrem Internetanbieter oder der betreuenden Fachperson. Auch ein VPN löst eine fehlende Erreichbarkeit nicht automatisch. Es braucht ebenfalls einen erreichbaren Zugangspunkt oder eine dafür geeignete andere Verbindungslösung.
Die Aktualisierung läuft nach der Einrichtung im Hintergrund
Bei DynDNS von hostworld.de verwalten Sie den gewünschten Eintrag im Kundenmenü bei Ihrer Domain. Für die Aktualisierung gibt es eine Update-Adresse und Zugangsdaten. Diese werden im unterstützten Router oder einem passenden Programm hinterlegt. Das Gerät kann danach Änderungen melden, ohne dass Sie jedes Mal selbst den Eintrag bearbeiten müssen.
Diese Zugangsdaten schützen die Änderung des Wegweisers. Wer sie kennt, könnte Ihren Namen auf eine andere Adresse zeigen lassen. Sie gehören deshalb nicht in öffentlich geteilte Bildschirmfotos oder Beiträge. Den eigentlichen Zugang zu Ihren Dateien schützen gesonderte Anmeldedaten.
Für denselben Eintrag sollte klar sein, welches Gerät die Adresse meldet. Aktualisieren mehrere Geräte ihn mit unterschiedlichen Angaben, kann der Name zwischen den Zielen wechseln. Außerdem können andere Dienste eine alte Adresse noch kurz zwischengespeichert haben. Eine Meldung des Routers bedeutet deshalb nicht, dass überall im Internet sofort nur noch der neue Wert verwendet wird.
Der Zugang soll für Sie erreichbar sein, nicht für Unbefugte
Ein privater Dateispeicher enthält oft persönliche Dokumente. Deshalb ist es sinnvoll, den Zugang auf die benötigten Personen und Funktionen zu begrenzen. Eine Verwaltungsoberfläche direkt ins Internet zu stellen, nur weil sie dann von überall erreichbar ist, schafft auch eine zusätzliche Angriffsfläche.
Für private Zugriffe ist ein geeignet eingerichtetes VPN häufig der passendere Weg. Aktuelle Gerätesoftware und geschützte Anmeldungen bleiben trotzdem wichtig. Das VPN ersetzt nicht die Pflege der Geräte, die darüber erreichbar werden.
Bei der abschließenden Prüfung hilft ein Zugriff außerhalb des eigenen WLANs, beispielsweise über die mobile Datenverbindung. Innerhalb des Heimnetzes kann ein anderer Verbindungsweg verwendet werden. Ein dort erfolgreicher Test beweist daher noch nicht, dass der Zugang von unterwegs funktioniert.
DynDNS nimmt Ihnen das Nachführen wechselnder Adressen ab. Ob es zu Ihrem Vorhaben passt, hängt zusätzlich von Ihrem Internetanschluss und dem gewünschten Fernzugang ab. Informationen zum Dienst finden Sie auf unserer DynDNS-Seite. Bei Fragen zum Eintrag im Kundenmenü hilft unser Support.

