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VPS oder Root Server: Welcher Server passt zu Ihnen?
Was VPS und Root Server technisch unterscheiden: geteilte versus dauerhaft zugesicherte CPU-Leistung Typische Einsatzfälle: Websites und Testumgebungen auf dem VPS, rechenintensive Anwendungen, Datenbanken und Container auf dem Root Server Worauf Sie bei der Wahl achten sollten: Administration, Snapshots und unabhängige Sicherungen außerhalb des Servers

Vielleicht wächst Ihre Website aus ihrem bisherigen Hosting-Paket heraus. Vielleicht möchten Sie eine eigene Anwendung betreiben, die dort nicht vorgesehen ist. Bei der Suche nach mehr Freiheit stoßen Sie schnell auf VPS und Root Server. Beide geben Ihnen einen eigenen Serverbereich. Der Unterschied bei hostworld.de liegt vor allem darin, wie die Rechenleistung bereitsteht und wie viel Sie davon dauerhaft benötigen.
Ein eigener Server ist ein Computer für Ihre Anwendungen
Ein Server stellt anderen Geräten etwas zur Verfügung, beispielsweise eine Website oder Dateien. Er steht im Rechenzentrum und ist mit dem Internet verbunden. Sie arbeiten aus der Ferne darauf, statt einen Computer im eigenen Büro betreiben zu müssen.
Ein VPS ist ein virtueller privater Server. „Virtuell“ bedeutet, dass ein großer physischer Computer in mehrere getrennte Serverumgebungen aufgeteilt wird. Jede hat ihr eigenes Betriebssystem und kann eigene Programme ausführen. Sie erhalten also einen eigenständig verwaltbaren Computerbereich, obwohl sich darunter mehrere Kunden dieselbe Hardware teilen.
Auch die Root Server von hostworld.de sind virtuelle Server. Der Name bezeichnet bei uns keinen vollständigen physischen Computer nur für einen Kunden. Das ist beim Vergleichen wichtig, weil Anbieter den Begriff unterschiedlich verwenden.
Der Prozessor erledigt die Arbeit
Wenn eine Website eine Suche ausführt oder ein Programm eine Datei verarbeitet, muss der Server rechnen. Diese Arbeit übernimmt der Prozessor, häufig CPU genannt. Wie viel davon eine Anwendung braucht, hängt von ihrer Aufgabe und der gleichzeitigen Nutzung ab.
Beim VPS teilen sich mehrere virtuelle Server die verfügbare Prozessorleistung. Das passt zu vielen Anwendungen, die zwischendurch beschäftigt sind und danach wieder wenig zu tun haben. Eine Website erhält beispielsweise morgens einige Anfragen, mittags mehr und nachts nur wenige.
Wenn andere virtuelle Server zur selben Zeit ebenfalls viel rechnen, kann das die verfügbare Leistung beeinflussen. Beim Root Server steht Ihrer virtuellen Maschine dagegen die gebuchte CPU-Leistung dauerhaft zur Verfügung. Das kann sinnvoll sein, wenn eine Anwendung längere Zeit durchgehend arbeitet oder Sie für wiederkehrende Aufgaben fest zugesicherte Rechenleistung benötigen.
Ein Beispiel sind regelmäßig ausgeführte, aufwendige Berechnungen. Ein kleiner Online-Shop braucht dagegen nicht automatisch einen Root Server, nur weil er ein Shop ist. Es kommt darauf an, was tatsächlich auf dem Server passiert.
Mehr Rechenleistung allein macht nicht alles schneller
Neben dem Prozessor spielen Arbeitsspeicher und Speicherplatz eine Rolle. Der Arbeitsspeicher, kurz RAM, ist vergleichbar mit einer Arbeitsfläche: Dort liegen Daten, die Programme gerade benötigen. Der dauerhafte Speicher ist eher der Aktenschrank. Er bewahrt Dateien auch dann auf, wenn sie gerade niemand verwendet.
Eine größere Arbeitsfläche hilft wenig, wenn der Aktenschrank voll ist. Ebenso behebt ein stärkerer Prozessor nicht jedes Problem einer Website. Vielleicht sind Bilder unnötig groß oder eine Erweiterung stellt sehr aufwendige Anfragen. Deshalb lohnt es sich, die Ursache zu klären, bevor allein nach der höchsten Zahl im Tarif gewählt wird.
Für eine erste Einschätzung reicht es, Ihre Anwendung und die bisherige Nutzung zu beschreiben. Falls bereits Messwerte vorliegen, helfen sie bei der Auswahl. Wenn noch keine vorhanden sind, beginnt die Beratung bei Ihrem Vorhaben.
Root-Zugriff bedeutet Freiheit und Verantwortung
„Root“ ist die Bezeichnung für den umfassenden Administratorzugang eines Linux-Servers. Damit können Sie Software installieren und grundlegende Einstellungen verändern. Diesen Zugriff erhalten Sie bei hostworld.de sowohl beim VPS als auch beim Root Server.
Damit liegt auch die laufende Pflege bei Ihnen oder Ihrer technischen Betreuung. Software muss aktuell bleiben, damit bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden. Zugänge müssen geschützt werden und eine Firewall legt fest, welche Verbindungen der Server annehmen darf. Diese Aufgaben fallen während des Betriebs immer wieder an.
Die optional zubuchbare Oberfläche Plesk erleichtert die Verwaltung im Browser. Sie nimmt Ihnen die Verantwortung für den Serverbetrieb aber nicht ab. Wenn Sie vor allem Ihre Website betreiben möchten und die Serverpflege abgeben wollen, kann ein Managed Server besser passen. Dort übernehmen wir diese Betreuung.
Gespeicherte Daten brauchen eine zweite Kopie
Auch auf einem eigenen Server kann eine Datei versehentlich gelöscht werden oder eine Änderung scheitern. Eine Sicherung hält einen früheren Datenstand bereit. Dabei zählt nicht nur, dass irgendwo eine Kopie liegt, sondern auch, dass sie sich tatsächlich wiederherstellen lässt.
Ein sogenannter Snapshot hält einen Zustand der Serverumgebung fest und kann beim Zurücksetzen vor einer Änderung helfen. Eine unabhängige Sicherung außerhalb dieser Umgebung bleibt zusätzlich sinnvoll. Sie kann auch dann helfen, wenn die ursprüngliche Serverumgebung nicht mehr nutzbar ist. Neue Daten seit der Aufnahme sind in beiden Fällen noch nicht enthalten.
Bei VPS und Root Server erhalten Sie von hostworld.de 100 GB separaten Cloud Storage. Das ist Speicherplatz für Ihre Sicherungen. Er kopiert die Daten nicht von selbst. Die regelmäßige Sicherung und ihre Kontrolle richten Sie oder Ihre technische Betreuung ein. Bei einem Shop muss die Sicherung beispielsweise zusammengehörige Bestellungen und Kundendaten in einem passenden Stand erfassen.
Das passende Angebot beginnt bei Ihrem Alltag
Ein VPS kommt infrage, wenn geteilte Rechenleistung zu Ihrer Anwendung passt. Ein Root Server bietet dauerhaft zugesicherte CPU-Leistung für entsprechend beanspruchte Projekte. Bei beiden sollten Sie einplanen, wer sich um Pflege und Sicherungen kümmert.
Wenn Sie noch nicht wissen, welche Ausstattung nötig ist, beschreiben Sie uns Ihre geplante Anwendung und die erwartete Nutzung. Über unsere Kontaktseite unterstützen wir Sie dabei, Leistung und Betreuungsbedarf gemeinsam einzuordnen.

