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Kostenpflichtiges SSL-Zertifikat: wann es sich lohnt
Viele Websites kommen mit dem kostenfreien Zertifikat aus: wann das der Fall ist. Wofür ein kostenpflichtiges Zertifikat mit Unternehmensprüfung gedacht ist. Wie Sie die passende Wahl treffen, ohne mehr zu zahlen als nötig.

Ihre Firmenwebsite ist online und nimmt Anfragen über ein Kontaktformular entgegen. Vielleicht möchten Sie bald auch Produkte verkaufen. Beim Blick auf die Hosting-Angebote fällt Ihnen auf: Ein SSL-Zertifikat ist bereits kostenlos enthalten. Daneben gibt es Zertifikate, für die Sie bezahlen. Braucht Ihr Unternehmen diese zusätzliche Ausgabe?
Für viele Websites genügt das enthaltene Zertifikat, auch für einen Online-Shop. Ein kostenpflichtiges Zertifikat wird vor allem dann interessant, wenn Sie eine zusätzliche Prüfung Ihres Unternehmens oder ein bestimmtes Zertifikatsprodukt benötigen. Entscheidend ist, was Ihr Vorhaben tatsächlich verlangt.
HTTPS schützt Daten auf ihrem Weg
Wenn jemand Ihr Kontaktformular ausfüllt, reist die Nachricht vom Browser zu dem Server, auf dem Ihre Website liegt. HTTPS verschlüsselt diese Übertragung. Man kann sich das wie einen verschlossenen Umschlag vorstellen: Andere sollen den Inhalt unterwegs nicht mitlesen oder unbemerkt verändern können.
Das SSL-Zertifikat hilft dem Browser dabei, die Verbindung zur aufgerufenen Internetadresse zu prüfen. SSL ist der gebräuchliche Produktname. Die heute dafür verwendete Technik heißt TLS. Für Ihre Entscheidung müssen Sie diese Abkürzungen nicht auseinanderhalten. Wichtig ist, dass die Verbindung korrekt eingerichtet ist und das Zertifikat gültig bleibt.
Kostenlos bedeutet nicht schwächere Verschlüsselung
Im WebHosting von hostworld.de sind kostenfreie Zertifikate von Let's Encrypt enthalten. Sie werden automatisch ausgestellt und erneuert. Damit lässt sich die Übertragung einer Firmenwebsite genauso schützen wie die Anmeldung in einem Kundenbereich oder eine Bestellung im Shop.
Bei einem solchen Zertifikat prüft die ausstellende Stelle, ob der Antragsteller die Kontrolle über die Internetadresse nachweisen kann. Diese Prüfung heißt Domainvalidierung, kurz DV. Auch manche kostenpflichtigen Zertifikate gehören zu dieser Kategorie. Allein der Preis sagt deshalb weder etwas über eine zusätzliche Firmenprüfung aus noch macht er die Verbindung stärker verschlüsselt.
Eine Firmenprüfung beantwortet eine andere Frage
Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen richtet ein Portal für einen Geschäftspartner ein. Dieser möchte, dass Ihre Firmenidentität im Zertifikat überprüfbar ist. Dann geht es um einen zusätzlichen Nachweis: Welches Unternehmen steht hinter der Internetadresse?
Hier kommen Zertifikate mit Organisationsvalidierung, kurz OV, ins Spiel. Die Zertifizierungsstelle prüft neben der Domain auch die Identität des Unternehmens und die Berechtigung zur Beantragung. Die geprüften Firmenangaben lassen sich anschließend in den Zertifikatsdetails nachlesen.
Bei der erweiterten Validierung, kurz EV, wird die Unternehmensidentität nach weitergehenden Vorgaben geprüft. Das kann passen, wenn Ihre Organisation oder ein Geschäftspartner genau diesen Nachweis verlangt. Die zusätzliche Prüfung ist keine Untersuchung Ihrer Website-Software und kein Gütesiegel für die angebotenen Waren oder Dienstleistungen.
Ihre Besucher sehen dadurch auch nicht automatisch eine grüne Adressleiste oder einen hervorgehobenen Firmennamen. Die Darstellung hängt vom Browser ab. Selbst das früher übliche Schloss wird nicht überall angezeigt. HTTPS beschreibt eine geschützte Verbindung, keine allgemeine Empfehlung für den Betreiber.
Mehrere Internetadressen lassen sich gemeinsam absichern
Vielleicht betreiben Sie neben Ihrer Firmenwebsite einen Shop unter shop.beispiel.de und einen Kundenbereich unter kunden.beispiel.de. Solche Unteradressen heißen Subdomains. Ein Wildcard-Zertifikat kann passende Subdomains derselben Domain gemeinsam abdecken. Für unterschiedliche Domainnamen gibt es Multi-Domain-Zertifikate.
Beides beschreibt den Umfang eines Zertifikats, nicht die Tiefe einer Unternehmensprüfung. Auch Let's Encrypt unterstützt Wildcard- und Multi-Domain-Zertifikate. Mehrere Adressen allein sind daher noch kein Grund, ein kostenpflichtiges Zertifikat zu kaufen. Welche Variante sich eignet, hängt auch davon ab, was Ihr Hosting und die verwendete Verwaltung unterstützen.
Auch ein gekauftes Zertifikat braucht Erneuerung
Bei einem Zertifikatsprodukt mit zwölf Monaten Laufzeit bedeutet die Buchung nicht, dass dieselbe Zertifikatsdatei ein ganzes Jahr gültig bleibt. Sie erhält ein früheres Ablaufdatum und muss rechtzeitig durch eine neu ausgestellte Datei ersetzt werden. So werden Zertifikate regelmäßig erneuert und die zugehörigen Prüfungen bleiben aktuell.
Bei den entsprechenden GoGetSSL-Produkten von hostworld.de ist die Neuausstellung innerhalb des bezahlten Zeitraums kostenlos. Sie oder Ihre Serverbetreuung installieren das neue Zertifikat. Diese Aufgabe sollten Sie bei der Auswahl mit einplanen. Beim enthaltenen Let's-Encrypt-Zertifikat unseres WebHostings läuft die Erneuerung bereits automatisch.
Die passende Wahl beginnt bei Ihrem Vorhaben
Für eine Firmenwebsite mit Kontaktformular oder einen Online-Shop ohne besondere Zertifikatsvorgaben ist das enthaltene kostenfreie Zertifikat häufig die passende Lösung. Wenn eine überprüfte Firmenidentität oder ein bestimmtes Zertifikatsprodukt gefragt ist, lohnt sich der Blick auf die kostenpflichtigen Varianten.
Auf unserer Seite zu SSL-Zertifikaten (https://www.hostworld.de/ssl-zertifikate) finden Sie die Angebote von GoGetSSL. Nennen Sie uns die Internetadressen, die Sie nutzen möchten, und gegebenenfalls die Vorgaben Ihres Geschäftspartners. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl und erklären, wofür Sie bei Ihrem Vorhaben ein zusätzliches Zertifikat benötigen.

